Wie du die Blüten aushärtest

mrs.  X erklärt "Aushärten"

Das Aushärten ist ein wichtiger Schritt nach dem Trocknen, um den Geschmack, das Aroma, die Wirksamkeit und die Bekömmlichkeit der Blüten zu optimieren. Einige Enthusiasten empfehlen Aushärtungszeiten von bis zu einem Jahr.
Während dieser Zeit werden überschüssige Feuchtigkeit und Chlorophyll aus den Blüten entfernt, was zu einem glatteren Rauch und einem besseren Geschmack führt. Das Aushärten erfolgt durch die Lagerung der getrockneten Blüten in luftdichten Gläsern oder Behältern. Diese werden an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahrt und täglich für ungefähr eine halbe Stunde geöffnet, um frische Luft einzulassen und Feuchtigkeit entweichen zu lassen. Durch diesen Prozess wird die Umverteilung der Feuchtigkeit innerhalb der Blüten gefördert, was zu einer gleichmäßigen und dauerhaften Trocknung führt. Während des Aushärtens ist es wichtig, die Blüten regelmäßig zu überprüfen, um sicherzustellen, dass kein Schimmel entsteht und dass der Geruch und die Konsistenz sich verbessern. Die genaue Dauer des Aushärtens kann je nach den Vorlieben des Growers und der Art der Blüten variieren, aber im Allgemeinen gilt: Je länger das Aushärten dauert, desto besser wird das Ergebnis sein. Im folgenden Beitrag klären wir die wichtigsten Dinge, die beim Aushärten zu beachten sind.

WIE LANGE SOLLTE MAN DIE BLÜTEN AUSHÄRTEN?

Kalender im Aquarell-Stil

Idealerweise sollten die Blüten mindestens sechs Wochen aushärten. Einige Enthusiasten empfehlen Aushärtungszeiten von bis zu einem Jahr. Die Blüten sind in der Regel nach zwei Wochen Trocknungszeit genießbar und werden im Laufe der Zeit immer besser. Bevor das volle Geschmacks-Potenzial nach dem Aushärten ausgeschöpft ist, ist das Glas in der Regel schon wieder leer, sofern man von der gängigen Menge einer Pflanzenernte im Homegrow-Bereich ausgeht. Wer es richtig eilig hat, kann ein paar kleinere Blüten in einer Papiertüte auf der Heizung trocknen, allerdings wird der Geschmack und die Wirkung mit dem Endprodukt erstmal nicht zu vergleichen sein.

BEI WELCHER TEMPERATUR SOLLTE MAN DIE BLÜTEN AUSHÄRTEN?

Thermometer im Aquarell-StilDie ideale Temperatur für das Aushärten liegt zwischen 14°C und 24°C. Diese Temperaturen helfen dabei, die Feuchtigkeit langsam aus den Blüten zu entfernen, ohne dass sie zu schnell austrocknen oder sich Schimmel bildet. Es ist wichtig, dass die Temperatur nicht zu hoch ist, um den Erhalt der Aromen und die Qualität der Blüten zu gewährleisten. Manche empfehlen bei der Aushärtung Temperaturen zwischen 14 und 18 Grad.

BEI WELCHER LUFTFEUCHTIGKEIT SOLLTEN DIE BLÜTEN AUSHÄRTEN?

Hygrometer im Aquarell-StilDie ideale Luftfeuchtigkeit zum Aushärten liegt normalerweise zwischen 50% und 60%. Diese relative Luftfeuchtigkeit hilft dabei, dass die Blüten langsam trocknen und sich die Feuchtigkeit gleichmäßig verteilt, was zu einer besseren Konsistenz und einem angenehmeren Raucherlebnis führt. Wenn die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist, können die Blüten zu schnell trocknen und an Qualität verlieren. Ist sie zu hoch, besteht die Gefahr von Schimmelbildung.

WAS PASSIERT BEIM AUSHÄRTEN MIT DEN BLÜTEN?

Reagenzgläser und chemische FormelnWährend der Aushärtung finden verschiedene chemische Prozesse statt, die dazu beitragen, das Endprodukt zu verbessern. Dazu gehören:

Oxidation: Durch den Kontakt mit Sauerstoff in der Luft oxidiert das Chlorophyll in den Blüten, was dazu führt, dass der Geschmack milder und angenehmer wird.

Fermentation: In den ersten Tagen der Aushärtung können geringe Mengen an Zucker und Stärke in den Blüten fermentieren, was zu einem verbesserten Geschmack und einer glatteren Rauchqualität führen kann.

Abbau von Chlorophyll und anderen flüchtigen Verbindungen: Durch den Abbau von Chlorophyll und anderen unerwünschten Verbindungen werden Bitterstoffe reduziert und der Geschmack verfeinert.

Veränderung der chemischen Zusammensetzung: Während der Aushärtung können sich die Konzentrationen der Wirkstoffe verändern, was zu einem wirkungsvolleren Erlebnis führen kann.

Feuchtigkeitsreduktion: Die Aushärtung ermöglicht es, überschüssige Feuchtigkeit aus den Blüten zu entfernen, was zu einer besseren Konservierung und Lagerfähigkeit führt.

Der Geruch von frischen Blüten sollte eher an “gasig”, fast chemisch erinnern. Achtung bei sog.”Katzenpisse”-Geruch; Vermutlich lagern die Blüten zu warm oder zu feucht. Sollte der Zustand zu lange andauern, können die Blüten dauerhaft braun und ungenießbar werden. 

Insgesamt trägt die Aushärtung dazu bei, die Qualität, den Geschmack und die Raucheigenschaften zu verbessern, indem unerwünschte Verbindungen abgebaut werden und ein optimaler, dauerhafter Feuchtigkeitsgehalt erreicht wird. Die Unterschiede in der Qualität der Blüten können durch fachgerechtes Aushärten einen großen Unterschied machen und der Prozess der Aushärtung ist im Grunde genommen niemals zu Ende. Wir wünschen dir viel Erfolg für die Aushärtung und maximal aromatische Blüten bei deiner nächsten Ernte!


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